Viele Autofahrer sind von der Straßenbeschilderung auf der Europachaussee in Halle verwirrt. Radio Brocken setzte sich für eine Besserung ein und blieb hartnäckig. Nach mehreren Nachfragen bei der Stadt Halle lenkte Oberbürgermeister Wiegand nun ein.

29.03.2019

Radio Brocken entschärft Tempofalle in Halle  
Europachaussee bekommt „50er“-Schild / Chance auf Bußgelderlass

Bald schon ist Schluss mit der Tempofalle auf der Europachaussee in Halle.

Radio Brocken kämpfte in den vergangenen Wochen für eine neue Beschilderung auf der Osttangente und vermeldet heute gute Nachrichten für alle Autofahrer: Das zwischen Trafoweg und Delitzscher Straße verwirrende Schild, das das Ende der zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 70 km/h anzeigt, erhält ein zusätzliches „Tempo 50“-Schild.

Diese Entscheidung bestätigte Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand gegenüber Radio Brocken und beendet damit eine hitzige Diskussion zwischen Autofahrern, ansässigen Firmen und der Stadt.

Viele Autofahrer sind verwirrt und tappen in die Blitzerfalle

Aufgrund der Schild-Verwirrung tappten in den letzten Wochen hunderte Autofahrer in die Blitzerfalle. Das Problem: Der betreffende Straßenabschnitt befindet sich innerorts. Hier gilt 50! Viele Autofahrer treten allerdings nach dem Ende des 70er-Abschnitts aufs Gas, statt zu bremsen, da sich die Europachaussee wie eine gut ausgebaute Landstraße anfühlt und kein Schild an die maximalen 50 km/h erinnert. Bei einer kürzlich von der Polizei durchgeführten Verkehrskontrolle wurde knapp jeder dritte Autofahrer geblitzt.

Aktuelle Beschildung ist allerdings rechtens

Auch wenn die aktuelle Beschilderung straßenverkehrsrechtlich ausreicht, wurde der Wunsch von Verkehrsteilnehmern nach einer Verbesserung immer größer. Auch ansässige Fahrlehrer, Unternehmen und der ADAC bestätigten gegenüber Radio Brocken, dass die aktuelle Situation verwirrend und eine eindeutige Beschilderung wünschenswert seien.

Oberbürgermeister Wiegand lenkt ein

Nach mehreren Nachfragen bei der Stadt Halle lenkte Oberbürgermeister Wiegand nun ein: „Das Ergebnis ist klar verkehrsrechtlich nicht zu beanstanden, aber zur Klarstellung haben wir uns entschieden, jetzt ein zusätzliches Schild mit 50 dort aufzustellen. Das wird in den nächsten Wochen umgesetzt und wir werden daraufhin wirken, dass dort keine Messungen mehr durchgeführt werden, bis das Schild steht.

Chance auf Bußgelderlass

Wiegand macht zudem allen bisherigen unfreiwilligen Temposündern Hoffnung auf ein Erlass des Bußgeldes, nachdem er selbst die Tangente abgefahren ist, um persönlich einen Eindruck von der Situation zu gewinnen: „Wir prüfen bei uns im Haus, ob die Stadt selber Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt hat. Wenn das der Fall wäre, würden wir auch die Bußgeldbescheide aufheben.“

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André Gierke
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